Die Lidl Österreich GmbH wurde vor fast 30 Jahren in Salzburg gegründet und gehört mit über 250 Filialen und mehr als 5.500 Mitarbeiter:innen zu den etablierten Discountern im Land.
Dem Unternehmen sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein großes Anliegen, weshalb die unternehmenseigene Lidl-Klimaoffensive initiiert worden ist. Dabei geht es dem Unternehmen um mehr Bewusstsein für ein verantwortungsvolles Handeln gegenüber Konsument:innen, Lieferant:innen, Partner:innen, Mitarbeiter:innen, Umwelt und der Gesellschaft. Im Rahmen dessen wird beispielsweise die Reduktion von Lebensmittelverschwendung und die Unterstützung von Recycling-Initiativen forciert. Zudem werden durch Grünstrom und Photovoltaikanlagen auf den Filialen zusätzliche CO2-Emissionen vermieden. Der gesamte Lidl Konzern hat sich, über alle Geschäftsbereiche und Lieferketten hinweg zu Net-Zero bis 2050 verpflichtet und möchte somit bis dahin seine Treibhausgase so weit wie möglich gegen null reduzieren. Das Net-Zero-Ziel umfasst auch die Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, denn hier fallen mehr als 90 Prozent der gesamten Emissionen des Unternehmens an. Lidl verpflichtet sich zudem dazu, bereits bis 2034, 35 Prozent seiner Emissionen im Bereich Energie und Industrie einzusparen.
Auch Lidl in Österreich leistet hier einen Beitrag. Als Abbild eines nachhaltigen Engagements und verantwortungsvollen Wirtschaftens, wurde an einem von dreien hierzulande betriebenen Logistikzentren, dem Standort Laakirchen (OÖ), realisiert:
In Laakirchen wurde nun eine Wärmepumpe zur innerbetrieblichen Wärmeerzeugung errichtet. Zwei Erdgaskessel zur Raumbeheizung und teilweisen Warmwasseraufbereitung werden durch eine Wärmerückgewinnung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzt. Die Wärmerückgewinnung erfolgt über die im Bestand vorhandene NH3-Industriekälteanlage (Ammoniak) mit der Nutzung der bisher ungenutzten Ab-, Kompressions- und Umgebungswärme. Durch die Wärmerückgewinnung kann die gesamte Wärmeversorgung des Logistikzentrums von Erdgas auf Wärmepumpen mit dem Einsatz von Ökostrom umgestellt werden.
Durch diese Maßnahme werden jährlich 4.026 MWh Erdgas eingespart und der zusätzliche Strombedarf von 690 MWh/a durch die Wärmepumpen zur Wärmerückgewinnung wird ausschließlich durch Ökostrom gedeckt. Insgesamt können somit jährlich rund 838 Tonnen CO2 vermieden werden.
Für das Projekt investierte Lidl insgesamt rund 2,5 Mio. Euro. Davon wurden rund 630.000 Euro durch Förderungen aus der „Umweltförderung im Inland“ bereitgestellt. Gefördert wurden ausschließlich Mehrkosten, die für die Nutzung der Abwärme und den Betrieb der Wärmepumpe aufgewendet werden mussten. Die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) ist für die Förderungsabwicklung im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) zuständig.

Bildrechte Header-/Titelbild: © Branislav Rohal